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Rhizom 29
2020

Ein „Rhizom“ ist in der Botanik ein meist unterirdischer Teil einer Pflanze. Dieser kann den Winter überdauern und hat für die Pflanze eine Speicherfunktion. Er löst als subversives Element verhärtet Strukturen auf, indem er ständig nach vorne wächst und zu einer permanenten Verjüngung führt. Das alles ist ein Hochschulmagazin der Münster School of Design. Selbst geschrieben, gestaltet, produziert und veröffentlicht. Am Ende eines jeden Semester wird es auf der Bachelorabschlussausstellung präsentiert und verkauft. An der 29ten Ausgabe arbeiteten 14 DesignerInnen als Team zusammen. Die Arbeit begann mit der Wahl des Themas, dem Konzept sowie gesetzten Layoutvorgaben. Jeder DesignerIn war für die Ausarbeitung einer eigenen journalistischen Arbeit verantwortlich. So entstanden 14 Artikel zu dem Thema Freiraum mit redaktionellem Inhalt und typografischer Umsetzung.

„Den Begriff «Freiraum» zu definieren ist – weil der Begriff so komplex und facettenreich ist – nicht nur ein schwieriges Unterfangen, sondern führt uns wegen so mancher unauflösbarer ethischer und politischer Widersprüche möglicherweise auch in gleich mehrere Sackgassen.“ (Prof. Rüdiger Quass von Deyen). In meinem Artikel thematisierte ich den wohl größten und ältesten Freiraum überhaupt – den Weltraum. Warum fasziniert uns dieser intergalaktische Raum so sehr, der nach menschlichem Ermessen kein Ende hat? Warum steht er für unendliche Weite und grenzenlose Freiheit? Ist er es überhaupt? Umgesetzt in einer Mischung aus einem inneren Monolog gepaart mit der Form eines Berichtes. Die beiden Textebenen spiegeln sich ebenfalls in dem Layout wider.

Des Weiteren entwickelten wir ein Konzept für den Ausstellungsstand. Mit minimalsten Mitteln entstand ein „Freiraum“, der von dem Besucher aktiv betreten und erfahren werden konnte. Makulatur sorgte für die Raumauferfahrung und gab zugleich einen ersten Einblick in das Innere des Magazins.

Gruppenartbeit (14), KD

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